Betreuungen

Gefängnis

Im Gefängnis unterstützen wir zurzeit acht Personen. Wir schreiben Briefe, tauschen uns am Telefon aus. Jetzt, da die Corona-Besuchsregeln wieder lockerer werden, können wir auch wieder persönlich im „Häf’n“ vorbeischauen, dort Einzel- und Gruppengespräche und Meditationsrunden anbieten. Wo das nicht möglich ist, schicken wir Meditationsanleitungen als Audio-File an die Insassen. Demnächst wird es auch eine Qigong-Anleitung auf Video geben.
Wir besorgen Bücher, bringen Kleidung oder alternativmedizinische Produkte, die so im Gefängnis nicht verfügbar sind, vorbei.

Wir begleiten die Betreuten auch bei und nach der Entlassung, der wichtigsten Phase überhaupt. Der Widereinstieg in einen geregelten Alltag mit gelebter Gemeinschaft ist der Herzstück unseres Projekts. Für uns ist das der Schlüssel zu einem Leben ohne Strafe.

Eine Haftstrafe ist, entgegen landläufiger Meinung, keine persönliche Angelegenheit. Nicht nur der Insasse selbst ist betroffen, auch seine eigene Familie, die Familie des Opfers usw. Unsere Tätigkeit schließt auch das Umfeld der Haftinsassen mit ein, wir tauschen uns mit Eltern und Geschwistern aus, sind nicht selten eine unkomplizierte Kommunikationsschnittstelle, wenn Nachrichten auf dem behördlichen Weg steckenbleiben.

Obdachlose

In der Obdachloseneinrichtung VinziRast betreuen wir Bewohner auf ihrem Weg. Zudem kochen wir hin und wieder in der Großküche für 20-40 Heimbesucherinnen und -besucher.

Flüchtlinge

Wir sind angeschlossen an die Diakonie Flüchtlingshilfe, unter deren Dach wir einer kleinen Familie aus dem Iran helfen, die seit über fünf Jahren auf ihren Asylbescheid wartet. Wir geben Nachhilfe, übersetzen Behördenpost, geben allgemeine Tipps und erklären kulturelle Besonderheiten, feiern zusammen Geburtstage, österreichische und iranische Feste

Seelsorge im Alltag

Nicht zuletzt praktizieren wir auch Seelsorge im ganz normalen Alltag. Menschen kommen zu uns und wollen vor allem eines: jemanden, der mit dem Herzen zuhört. Seelsorge ist keine Therapie, wir lösen keine Probleme, bewerten niemanden. Wir teilen einfach nur das, was jetzt da ist, in Einzelgesprächen oder Meditationsgruppen, in denen wir gemeinsam in die Stille kommen und im Anschluss von Herz zu Herz zueinander sprechen.

Publikationen

Unser Verständnis von Gemeinschaft und Miteinander publizieren wir in vielen Formen, sei es in Artikeln in Fachzeitschriften (z. B. Buddhismus Aktuell) oder in Form eines Fachbuches, das wir aus dem Englischen übersetzen (The Arts of Contemplative Care). Alternative Medienplattformen wie Idealism Prevails gehören ebenfalls zu unseren Kooperationspartnern.

Vorträge und Workshops

Wir präsentieren unsere Arbeit in Form von Voträgen auf Tagungen (z. B. Menschen und Rechte – Verein SiM; Konferenz Spirituality and Justice – United Nations). Unsere eigene Dialogplattform ist ein Raum, in dem wir Themen, die unsere Arbeit berühren, in den gesellschaftlichen Diskurs tragen wollen (z. B. der Zusammenhang von Verbundenheit und dem Mikrobiom). Zurzeit entwickeln wir außerdem das „Verbundenheitstraining“ für Kleingruppen, beispielsweise Firmenteams.

Kooperationen

Wir arbeiten eng zusammen mit anderen Institutionen, etwa dem Verein SiM, dem Verein Soziale Gerichtshilfe und Seelsorgenden aus anderen Religionsgemeinschaften.