Vision

Im Buddhismus steht der Bodhisattva Avalokitheshvara symbolisch für das Mitgefühl. Oft wird er mit vielen Händen dargestellt. Mithilfe dieser 1000 Arme und Hände ist es ihm möglich, allen Wesen überall gleichzeitig zu helfen.

Symbolisch steht diese Figur für unsere gegenseitige Unterstützung, unsere ständige Verbindung zu allen anderen Menschen und Wesen. In unserer so fragmentierten Welt braucht es diese 1000 Hände, die wir uns gegenseitig reichen. Aus diesem Grund haben wir diesen Verein gegründet. Es geht uns nicht um persönliche Bereicherung, sondern um den Nutzen für die Gemeinschaft, wir streben Gemeinnützigkeit an.

Wir wollen mit Menschen gemeinsam lohnende Arbeit schaffen und miteinander leben. Wir teilen die Welt nicht ein in die Bedürftigen, die Hilfe brauchen und die Guten, die Anderen helfen, sondern wir teilen unsere Erfahrung im gemeinsamen Handeln. Unser Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem wir gemeinsamen allumfassend leben können, sprich arbeiten, essen, trinken, kochen, putzen, feiern, uns spirituell entwickeln.

Da dies eine sehr große Aufgabe ist und viel Energie, Zeit und vor allem Geld benötigt, sind mehrere Phasen vorgesehen, um dies alles zu verwirklichen:

Phase 1: Waren produzieren und über den Online-Shop vertreiben

Phase 2: Räume für Therapiearbeit, Wohnen und Arbeiten schaffen

Phase 3: Eröffnung eines eigenen Cafés

Phase 1
Im Großhandel werden Bio-Backwaren und Lebensmittel produziert für Cafés, Reformhäuser, Supermärkte und so fort. Parallel dazu können unsere Produkte im Online-Shop direkt bestellt werden. Es wird stundenweise eine Gastroküche angemietet und sowohl mit ehrenamtlichen als auch mit fest angestellten Arbeitern  gemeinsam die Ware produziert und ausgeliefert. Die Festanstellungen werden an Menschen in schwierigen Lebenssituationen, beispielsweise ehemalige Häftlinge, vergeben. Solche Konzepte sind nicht neu und werden vor allem in den USA bereits erfolgreich umgesetzt. Beispiele dafür sind die Greyston Bäckerei in New York (der alleinige Zulieferer für Brownies an die Eiscreme-Marke „Ben & Jerry’s“), die Laughing Bear Bäckerei in St. Louis, die ehemaligen Häftlingen einen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt ermöglicht, und das Projekt „Homeboy Industries“ von Pater Gregory Boyle in Los Angeles, das Jugendlichen durch Ausbildung und Arbeitsprogramme hilft, aus kriminellen Gang-Milieus auszusteigen.
Wir werden gleich in der ersten Phase das Projekt mit einer Dialogplattform erweitern, um mit Wissenschaftlern und Praktikern in den Dialog zu kommen und um die Wichtigkeit von kontemplativer Praxis und
Spiritualität mehr in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen. Der erste Austausch wird bereits im Herbst 2020 stattfinden, zum Thema „Verbundenheit und das Mikrobiom“ mit Univ. Prof. Dr. Gabriele Berg von der TU Graz. Beatrix Teichmann-Wirth wird als Vertreterin der Psychologie teilnehmen. Im Folgenden ist ein Symposium zum Thema „Alternativen zur Gefängnisstrafe“ geplant.

Frau Prof. Karin Bruckmüller von der SFU Wien und der Verein SIM sind hier federführend eingebunden. Beide Veranstaltungen sollen mit wissenschaftlichen Studien, wie sich unsere kontemplative Praxis auf die jeweiligen Bereiche auswirkt, begleitet werden.

Phase 2
Ankauf eines Gebäudes in der Stadt, mit autarken Wohneinheiten verschiedener Größen für die Betreuer und festangestellte Mitarbeiter ohne eigenen Wohnsitz, einer professionellen Gastroküche für den Großhandel (eine ideale
Erdgeschossnutzung) einem kontemplativen Praxisraum (Meditationshalle), einem Veranstaltungsraum für öffentliche Vorträge, Dialoge und so fort, der auch für regelmäßiges angeleitetes Yoga und Qigong dienen wird, Räumen für Therapie- arbeit, sowie Gemeinschaftsräumen wie Küchen und Wohnräumen, die von allen Mitgliedern der Gemeinschaft genutzt werden können. Kurz gesagt: einfach alles für ein ständiges miteinander Wohnen, Leben und Arbeiten.

Phase 3
Die Erweiterung der Produktion zu einer Bäckerei und Konditorei mit der Eröffnung eines eigenen Cafés und Ladens, in dem die selbstproduzierten Backwaren und auch
Handelswaren verkauft werden und wodurch ein permanenter Kommunikations- raum entstehen kann.

Die Phasen können natürlich auch ineinander fließend entstehen oder vertauscht
werden.