Vision

Im Buddhismus steht der Bodhisattva Avalokitheshvara symbolisch für das Mitgefühl. Oft wird er mit vielen Händen dargestellt. Mithilfe dieser 1000 Arme und Hände ist es ihm möglich, allen Wesen überall gleichzeitig zu helfen.

Symbolisch steht diese Figur für unsere gegenseitige Unterstützung, unsere ständige Verbindung zu allen anderen Menschen und Wesen. In unserer so fragmentierten Welt braucht es diese 1000 Hände, die wir uns gegenseitig reichen. Aus diesem Grund haben wir diesen Verein gegründet. Es geht uns nicht um persönliche Bereicherung, sondern um den Nutzen für die Gemeinschaft, wir streben Gemeinnützigkeit an.

Wir wollen mit Menschen gemeinsam lohnende Arbeit schaffen und miteinander leben. Wir teilen die Welt nicht ein in die Bedürftigen, die Hilfe brauchen und die Guten, die Anderen helfen, sondern wir teilen unsere Erfahrung im gemeinsamen Handeln. Unser Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem wir gemeinsamen allumfassend leben können, sprich arbeiten, essen, trinken, kochen, putzen, feiern, uns spirituell entwickeln.

Aufgrund der Ereignisse rund um Corona haben wir unser Konzept neu überdacht. Wir drehen unsere Konzeptidee um und beginnen gleich mit dem gemeinsamen Wohnprojekt, allerdings auf dem Land, da uns dies heilsamer erscheint für alle Beteiligten.
Nähere Informationen dazu finden Sie in unserem Wohnprojekt.

Das Wohnprojekt soll ein Ort der Begegnung sein, mit einem Café und weiteren Begegnungsräumen wie Praxis- und Veranstaltungsräumen, an dem wir unsere Idee der „1000 Hände“ ganzheitlich umsetzen können.

Wir werden Bio-Backwaren und Lebensmittel für unser Café produzieren und diese auch im Großhandel anderen Cafés, Reformhäusern, Supermärkten und so fort verkaufen. Parallel dazu können unsere Produkte im Online-Shop direkt bestellt werden.
In unserem Projekt möchten wir gemeinsam mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen, beispielsweise ehemalige Obdachlosen oder Gefängnisinsassen, arbeiten. Bei Bedarf bieten wir ihnen auch die Gelegenheit, in unserer Einrichtung zu wohnen. 

Solche Konzepte sind nicht neu und werden vor allem in den USA bereits erfolgreich umgesetzt. Beispiele dafür sind die Greyston Bäckerei in New York (der alleinige Zulieferer für Brownies an die Eiscreme-Marke „Ben & Jerry’s“), die Laughing Bear Bäckerei in St. Louis, die ehemaligen Häftlingen einen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt ermöglicht und das Projekt „Homeboy Industries“ von Pater Gregory Boyle in Los Angeles, das Jugendlichen durch Ausbildung und Arbeitsprogramme hilft, aus kriminellen Gang-Milieus auszusteigen.

Teil unseres Begegnungsortes wird auch eine Dialogplattform sein, in deren Rahmen wir mit Wissenschaftlern und Praktikern in den Dialog kommen, um die Wichtigkeit von kontemplativer Praxis und Spiritualität mehr in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen. Der erste Austausch fand im Herbst 2020 statt, zum Thema „Verbundenheit und das Mikrobiom“ mit Univ. Prof. Dr. Gabriele Berg von der TU Graz und der Psychotherapeutin Dr. Beatrix Teichmann-Wirth. Eine Video-Aufnahme der Vorträge können Sie in unserem Archiv ansehen. Im Folgenden sind Symposien zum Thema „Verbundenheit und Quantenphysik“ sowie „Alternativen zur Gefängnisstrafe“ geplant.