Wohnprojekt

Bild: Mauro Mora / Unsplash

Die Idee

Menschen sind soziale Wesen, nur in Gemeinschaft überleben wir. In früheren Zeiten waren es Dorfgemeinschaften, Großfamilien, Zünfte und Glaubensgemeinschaften. Oft war man an die Gemeinschaft, in die man geboren wurde, gebunden – den Ort, die Personen konnte man sich nicht aussuchen, wer sich nicht anpasste, wurde ausgeschlossen. In der Gegenwart sind diese Gemeinschaften einerseits immer kleiner geworden: es gibt die Kleinfamilie, die oft nur noch aus 2 Personen besteht, eventuell ist noch ein Haustier oder ein bis zwei Kinder dabei. Andererseits gibt es große Gebilde wie Staaten, zu denen die persönliche Beziehung jedoch fast immer fehlt. Scheinbar sind die Menschen in der reichen, westlichen Welt so frei wie nie. Wir könnten mit jedem kommunizieren, wir könnten fast überall wohnen – aber wo finden wir ein Zuhause? Tief in uns sehnen wir uns alle nach gemeinschaftlichem Leben – aber wie können wir es verwirklichen?

Genau das soll unser Wohnprojekt ermöglichen, alles unter einem Dach. Leben im permanenten Fluss und Verbundenheit. Alltägliches Miteinander, gepaart mit Arbeit und spirituelle Praxis. Idealerweise von der Geburt bis zum Tod, viele Generationen unter einem Dach. Alles vereint, alles miteinander verbunden, die pure Lebendigkeit.

Ein gewöhnlicher Tag in diesem Wohnprojekt beginnt in der gemeinsamen Stille. Wir treffen uns in der Meditationshalle, meditieren gemeinsam. Danach startet der normale Arbeitsalltag – manche fahren zur Arbeitsstelle oder bringen ihre Kinder in die Schule, andere gehen zurück ins Bett, wiederum andere treffen sich auf einen Kaffee in der Gemeinschaftsküche. Wir verbringen den Tag mit unseren Aufgaben, manche davon für uns allein, andere in Kleingruppen, wiederum andere in der großen Gemeinschaft. Wer mag, trifft sich am Abend erneut in der Gemeinschaft zum Plaudern, gemeinsam kochen und essen, Hobbies nachgehen oder erneut meditieren.

Die Basis sollte ein bestehendes Gebäude, Hotel, Pension oder Gasthof in dem wir unser Gemeinschaftszentrum unterbringen können, sein. Geplant sind ein Café und einem Laden, in dem wir selbstgemachten Köstlichkeiten und andere schöne Dingen verkaufen können.
Daneben gibt es Platz für Seminar- und Behandlungsräume, Büros, Gästezimmer und andere Gemeinschaftsräume – je nachdem, was die Bewohner einbringen und verwirklichen wollen. Es soll ein Ort der Begegnung und des Miteinanders werden.

Es soll ein Ort der Begegnung und des Miteinander werden.

Die Initiatoren dieses Wohnprojekts planen zudem Wohnplätze für Menschen, die Unterstützung brauchen und für eine gewisse Zeit in der Gemeinschaft leben wollen, zum Beispiel Obdachlose oder Haftentlassene, die zurück in ein geregeltes Leben möchten, einfach Mitmenschen, die gerade eine schwere Zeit durchmachen und Unterstützung brauchen. Als Teil des Projekts „1000 Hände“ möchten wir sie zunächst in unsere Gemeinschaft re-integrieren, bevor sie sich zurück auf den Weg in die Gesellschaft machen. Es ist für die anderen Bewohner selbstverständlich nicht zwingend notwendig, sich an der Betreuung zu beteiligen. Wir freuen uns jedoch über Offenheit und Toleranz gegenüber diesem Projekt.

Alles sollte in der Nähe einer größeren Stadt sein, beispielsweise einer Bezirkshauptstadt mit der notwendigen Infrastruktur und allen notwendigen Anbindungen. Wir wollen keine „einsame Insel“ werden, sondern weiterhin angebunden werden. Idealerweise befindet sich das Wohnprojekt 1-2 Stunden von Wien entfernt.

Rund um dieses Gebäude sollte es genug Platz um Wohneinheiten für die Wohnprojektmitglieder zu bauen. Die Idee ist, sowohl Gemeinschafts- als auch Privaträume zu schaffen. Wir halten nicht viel von der Idee einer Kommune, die alles immer gemeinsam unter Zwang machen muss und schlimmstenfalls in einem Ideal von Gemeinschaft „hängenbleibt“ und dabei die spezifischen Bedürfnisse der Individuen übergeht.

Nicht unweit, in Gehweite, an einem Stillen Ort, aber etwas abgelegen, wird es einen Zendo geben, eine Zen Meditationshalle. Dieser Raum, in dem wir zweimal täglich die Gelegenheit bekommen, gemeinsam zu meditieren, wird das stille Herz des Wohnprojekts werden

Das Finanzierungsmodell ist ganz klassisch angedacht als gemeinnützige Eigentümergesellschaft, die vermietet und verpachtet. Ein Investor hat bereits ernsthaftes Interesse angemeldet (Stand Juli 2021).

Wir suchen:

  • Ein ehemaliges Hotel, Gasthof, Pension, Grundfläche ab 3.000 qm, mit einem dazugehörigen Grundstück, auf dem auch gebaut werden darf
  • Menschen, die uns gerne ihre Erfahrungen und ihr Know-How zur Verfügung stellen wollen
  • Institutionen, die die Re-Integration unserer Betreuten fördern
  • Menschen jeden Alters und jeder Herkunft, die sich dort ein Zuhause schaffen wollen und an der Gemeinschaft teilhaben wollen. Wir sind offen für jeden, der genauso wie wir die Kontemplation, die innere Stille, als wichtiges Element im Leben versteht und auf dieser Grundlage eine Gemeinschaft bauen und leben will
  • Spender und Sponsoren, die uns bei der Deckung der laufenden Kosten behilflich sind

Wenn sie uns unterstützen wollen, wenden sie sich an:

info@1000haende.at

Andreas Hagn
+43 676 7906230

Susanne Halbeisen
+43 6503554835