Wohnprojekt

Die Idee

Menschen sind soziale Wesen, nur in Gemeinschaft überleben wir. In früheren Zeiten waren es Dorfgemeinschaften, Großfamilien, Zünfte und Glaubensgemeinschaften. Oft war man an die Gemeinschaft, in die man geboren wurde, gebunden – den Ort, die Personen konnte man sich nicht aussuchen, wer sich nicht anpasste, wurde ausgeschlossen. In der Gegenwart sind diese Gemeinschaften einerseits immer kleiner geworden: Es gibt die Kleinfamilie, die oft nur noch aus zwei Personen besteht, eventuell ist noch ein Haustier oder ein bis zwei Kinder dabei. Andererseits gibt es große Gebilde wie Staaten, zu denen die persönliche Beziehung jedoch fast immer fehlt. Scheinbar sind die Menschen in der reichen, westlichen Welt so frei wie nie. Wir könnten mit jedem kommunizieren, wir könnten fast überall wohnen – aber wo finden wir ein Zuhause? Tief in uns sehnen wir uns alle nach gemeinschaftlichem Leben – aber wie können wir es verwirklichen?

Genau das soll unser Wohnprojekt ermöglichen, alles unter einem Dach. Leben in permanentem Fluss und Verbundenheit. Alltägliches Miteinander, gepaart mit Arbeit und spiritueller Praxis. Idealerweise von der Geburt bis zum Tod, viele Generationen unter einem Dach. Alles vereint, alles miteinander verbunden, die pure Lebendigkeit.

Ein gewöhnlicher Tag in diesem Wohnprojekt beginnt in der gemeinsamen Stille. Wir treffen uns in der Meditationshalle, meditieren gemeinsam. Danach startet der normale Arbeitsalltag – manche fahren zur Arbeitsstelle oder bringen ihre Kinder in die Schule, andere gehen zurück ins Bett, wiederum andere treffen sich auf einen Kaffee in der Gemeinschaftsküche. Wir verbringen den Tag mit unseren Aufgaben, manche davon für uns allein, andere in Kleingruppen, wiederum andere in der großen Gemeinschaft. Wer mag, trifft sich am Abend erneut in der Gemeinschaft, wo wir plaudern, gemeinsam kochen und essen, Hobbies nachgehen oder erneut meditieren.

Die Basis sollte ein bestehendes Gebäude, Hotel, Pension oder Gasthof sein, in dem wir unser Gemeinschaftszentrum unterbringen können. Geplant sind ein Café und ein Laden, in dem wir selbstgemachten Köstlichkeiten und andere schöne Dingen verkaufen können.
Daneben gibt es Platz für Seminar- und Behandlungsräume, Büros, Gästezimmer und andere Gemeinschaftsräume – je nachdem, was die Bewohner einbringen und verwirklichen wollen.

Es soll ein Ort der Begegnung und des Miteinander werden.

Die Initiatoren dieses Wohnprojekts planen zudem Wohnplätze für Menschen, die Unterstützung brauchen und für eine gewisse Zeit in der Gemeinschaft leben wollen, zum Beispiel Obdachlose oder Haftentlassene, die zurück in ein geregeltes Leben möchten, einfach Mitmenschen, die gerade eine schwere Zeit durchmachen und Unterstützung brauchen. Als Teil des Projekts „1000 Hände“ möchten wir sie zunächst in unsere Gemeinschaft reintegrieren, bevor sie sich zurück auf den Weg in die Gesellschaft machen. Es ist für die anderen Bewohner selbstverständlich nicht zwingend notwendig, sich an der Betreuung zu beteiligen. Wir freuen uns jedoch über Offenheit und Toleranz gegenüber diesem Projekt.

Alles sollte in der Nähe einer größeren Stadt sein, beispielsweise einer Bezirkshauptstadt mit der notwendigen Infrastruktur und allen notwendigen Anbindungen. Wir wollen keine „einsame Insel“ werden, sondern weiterhin angebunden sein. Idealerweise befindet sich das Wohnprojekt 1-2 Fahrstunden von Wien entfernt.

Rund um dieses Gebäude sollte es genug Platz geben, um Wohneinheiten für die Wohnprojektmitglieder zu bauen. Die Idee ist, sowohl Gemeinschafts- als auch Privaträume zu schaffen. Wir halten nicht viel von der Idee einer Kommune, die alles immer unter Zwang gemeinsam machen muss, schlimmstenfalls in einem Ideal von Gemeinschaft „hängenbleibt“ und dabei die spezifischen Bedürfnisse der Individuen übergeht.

Nicht unweit, an einem stillen Ort, aber etwas abgelegen, wird es einen Tempel geben. Dieser Raum, in dem wir zweimal täglich die Gelegenheit bekommen, gemeinsam zu meditieren, wird das stille Herz des Wohnprojekts werden.

Bei der Finanzierung setzen wir auf ein altbewährtes Modell. Ein Investor stellt die Mittel für den Bau zur Verfügung, die Objekte werden über eine Errichtungs- und Betreibergesellschaft zu transparenten und fairen Konditionen vermietet.

Unser Wohnprojekt gliedert sich in vier Bereiche

  1. Gemeinschaftshaus
  2. Café-Bistro-Shop
  3. Wohnviertel
  4. Tempel

Gemeinschaftshaus

 

  • Leben und Arbeiten
  • Unterstützen und heilen

An diesem Ort bringen wir alles zusammen: leben und arbeiten, unterstützen und heilen. Die Küche bildet den Mittelpunkt: Bewohner und Gäste treffen sich zum gemeinsamen Frühstück, wenn gewünscht, und danach produzieren wir darin Backwaren und Lebensmittel für das Café und den Shop.
Nebenan befindet sich der Seminarraum für unser Verbundenheitstraining, Qigong-Stunden, Yoga und Abendveranstaltungen. Büro- und Behandlungsräume bieten viel Raum für selbstständiges Arbeiten.
Unter diesem Dach gibt es zweierlei Gästezimmer, sowohl für Langzeitgäste als auch für Menschen, die an unseren Seminaren teilnehmen.

Café-Bistro-Shop

 

  • Köstlichkeiten gleich probieren und genießen
  • Einfach verweilen und entspannen

Auf einer gemütlichen Terrasse servieren wir unsere selbstgemachten Leckereien. Wer wenig Zeit hat oder seinen Lieben etwas mitbringen möchte, kann die Produkte im angeschlossenen Shop gleich mitnehmen, zusammen mit schönen Dingen aus Skandinavien: Porzellan, Tischwäsche, Kerzen und vielem mehr. Zudem ist das Café der erste Anlaufpunkt für Ausflugsgäste und Anwohner aus der Umgebung, die bei einer Tasse Kaffee in unser Gemeinschaftsprojekt hineinschnuppern möchten.

Wohnviertel

 

  • Privater Rückzugsraum
  • Flexible Holzmodulbauten

Die Basis jeder funktionierenden Gemeinschaft ist Selbstfürsorge. Darum ist es uns wichtig, dass unsere Bewohner ihren privaten Wohnraum selbst einrichten und sich jederzeit dorthin zurückziehen können. Wir setzen auf Holzmodul-Bauweise: nachhaltig, kostengünstig und mit viel Gestaltungsspielraum. Je nach Platzbedarf bieten wir Wohnräume für ein bis sechs Personen – Anbauen ist dank der Modulbauweise jederzeit möglich, der Wohnraum wächst mit den Bewohnern.

Tempel

 

  • Das stille Herz
  • Ort für Meditation und Ritual

1000 Hände ist ein zen-buddhistisches Projekt. Tägliche kontemplative Übungen wie Meditation und Rituale bilden das Fundament unseres Zusammenlebens. Architektonisch ist das Gebäude eine Zusammenführung aus japanischer Tradition und österreichischer Handwerkskunst. Intensive Zen-Praxis findet hier ebenso statt wie Teile unserer Seminare. Menschen aus der Umgebung sind jederzeit zum gemeinsamen Meditieren willkommen.

Realisierung

Wir sehen die Zeichnungen als eine Art „Serviervorschlag“ — eine Veranschaulichung, wie man sie von Produktverpackungen kennt. Wie unser Projekt im Endeffekt aussehen wird, steht zwar noch in den Sternen. Sicher ist bereits, dass ein Investor den Bau finanzieren wird. Eine im Entstehen befindliche Errichtungs- und Betriebsgesellschaft verwaltet die Anlage und vermietet langfristig zu sehr günstigen Konditionen.

Eine naturnahe Bauweise ist für uns das Um und Auf. Darum setzen wir auf Holz als primären Baustoff. Unser Gemeinschaftshaus wird entweder von Grund auf aus natürlichen Materialien neu gebaut oder wir erhalten etwas Altes und transformieren es in etwas Neues. Bis wir einen geeigneten Ort bzw. eine Immobilie gefunden haben, wo wir das Projekt realisieren können, bleiben wir offen für viele Möglichkeiten.

Unsere Bauweise soll nicht nur nachhaltig und lokal, sondern auch kostengünstig sein. Wir sind bereits im Gespräch mit österreichischen Unternehmen, die in diesen Segmenten innovative Methoden entwickelt haben und bereits erfolgreich umsetzen.

Wir wünschen uns ein Leben, das geprägt ist von den Jahreszeiten und der Umgebung, in der wir leben. Darum setzten wir bei der Energieversorgung auf erneuerbare Energien wie Solar, Wind und Erdwärme/kälte. Auch bei Wasser und Abwasser planen wir ressourcenschonende Systeme. Derzeit setzen wir noch nicht auf Selbstversorgung, da es in der Region sicherlich viele erfahrene Bauern gibt, die wir als Partner gewinnen können. Was allerdings bereits jetzt angedacht ist, ist ein Beerengarten, in dem nicht nur Früchte für Backwaren, sondern auch für Marmeladen, Sirup und andere Leckereien gedeihen können.

Unsere Vision ist, unabhängig und selbstbestimmt mit uns selbst und der Natur im Einklang zu leben.

Wir suchen:

  • Ein Grundstück, 7.000-15.000 qm2, gern auch aufgeteilt in 2-3 Segmente, die nicht weit voneinander entfernt sind (Gehreichweite)
  • Im besten Fall steht darauf bereits ein altes Objekt, aus dem wir etwas Neues schaffen können (ehemaliges Hotel, Gasthof, Pension, Bauernhof)
  • Menschen jeden Alters und jeder Herkunft, die sich dort ein Zuhause schaffen wollen und an der Gemeinschaft teilhaben wollen. Wir sind offen für jeden, der genauso wie wir die Kontemplation, die innere Stille, als wichtiges Element im Leben versteht und auf dieser Grundlage eine Gemeinschaft bauen und leben will
  • Menschen, die uns gerne ihre Erfahrungen und ihr Knowhow zur Verfügung stellen wollen
  • Institutionen, die die Reintegration unserer Betreuten fördern
  • Spender und Sponsoren, die uns bei der Deckung der laufenden Kosten behilflich sind und beim Aufbau unseres Tempels

Wenn Sie uns unterstützen wollen, wenden Sie sich an:

info@1000haende.at

Andreas Hagn
+43 676 7906230

Susanne Halbeisen
+43 6503554835